a continuing short story for German practice

Dear Martin,

thank you for that lovely picture of this nice looking greek turtle. I kind of put it to use immediately, as you will see. And Meteora! What a beautiful place! Our fictitious Martin was there as well…

Have an adventurous day,

Your Muse in training

Mord in Thessaloniki III

Nach dem Frühstück stellte sich Martin dem Problem der Autovermietung. Nach dem polizeilichen Verhör, freute er sich fast schon darauf. Diesmal ging alles gut und schon bald stand er vor einem kleinen weißen Auto. Ja, es war klein und er würde sich etwas zusammenfalten müssen, um auch hineinzupassen, aber er war alleine und könnte den Sitz ganz zurückstellen und das würde schon irgendwie gehen. Das war kurz bevor er eine Hupe und lautes Gejohle hinter sich wahrnahm. „Martin, Martin!“, riefen gleich mehrere Leute gleichzeitig. Eine ganze Gruppe Informatiker saß zusammengequetscht in einem kleinen roten Auto. „Wo soll es denn hingehen?“, fragte Tom aus England, den Martin gestern Abend kennengelernt hatte.

„Ich fahre nach Meteora“, gab Martin höflich Auskunft.

„Nach Meteora! Ja, was für ein Zufall!“, rief Leonhard aus Göttingen sogleich. „Da wollen wir auch hin!“

„Hey, habt ihr gehört?“, brüllte nun Jarod aus Kalifornien aus dem Fenster des Autos. „Ihr könnt einfach mit Martin mitfahren!“

Wie bitte? Und nur fünf Minuten später pferchte sich Martin gemeinsam mit Irina aus Südamerika, Uschi aus Hamburg und Sigi aus Island in sein kleines Mietauto.

Meteora. Was für ein Genuss! Endlich durchstrecken, endlich gehen, endlich laufen! „Warte auf uns!“, begannen erneut die Rufe hinter ihm. Sogar für untrainierte Informatiker war diese Gruppe langsam. Martin seufzte tief. War er manchmal zu höflich? Er setzte sich auf einen Stein und beobachtete eine Schildkröte, die da so passend langsam durch sein Leben zog. „Immer noch schneller als Jarod“, murmelte er. Er machte ein Foto und versendete es nach Österreich.

Es war nach dem Mittagessen. Beim Kaffee um genauer zu sein. Die Gruppe hatte sich ein wenig zerstreut. Martin blickte gerade nach Süden. Dort stand Irina aus Südamerika und die Sonne und der Wind spielten vergnügt in ihrem braunen Haar. Ein hübsches Mädchen, dachte Martin gerade wissenschaftlich. Mit einem bezaubernden Lächeln. Er sah, wie sie ein Stück von dem Kuchen abbiss, den sie in der Hand hatte. Er schien nicht zu schmecken und sie spuckte ihn undamenhaft wieder aus. Martin brachte das zum Schmunzeln, aber nur kurz, denn dann sah er sie taumeln. Er stürzte in ihre Richtung, sie krachte auf einen Sessel. Er fing sie und legte sie auf den Boden. „Wir brauchen einen Arzt“, rief er erneut in so kurzer Zeit. „Und keiner greift mir den Kuchen an! Der ist vergiftet!“

das Gejohle: the howling

zusammengequetscht: the poor people here are squeezed into a car

Göttingen – ein Ort in Deutschland

pferchen: to cram

zerstreuen: to disperse

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